Kronenburg verzaubert durch sein gut erhaltenes, über 400 Jahre altes, mittelalterlich geprägtes Ortsbild. Daher gibt es in Kronenburg und in unmittelbarer Nähe viel zu entdecken und zu erleben.

Kirche St. Johann Baptist

Mit dem Bau der auch als „Johanniterkirche“ bezeichneten Pfarrkirche St. Johann Baptist wurde 1492 begonnen. Der Bau, der als Einstützenkirche ausgeführt ist, wurde 1508 fertiggestellt. Der Kirchturm diente gleichzeitig als zusätzlicher Wehrturm der Burganlage. Die Bezeichnung „Johanniterkirche“ weist auf die Ursprünge kirchlichen Lebens in Kronenburg hin, das durch eine Niederlassung des Johanniterordens begründet wurde. Der Orden, der seit dem 13. Jahrhundert über Besitz im Bereich Kronenburg verfügte, stellte bis 1803 die Priester der Kirche.

Burgruine und Ort

Die Kronenburg ist die Ruine einer strategisch wichtigen Höhenburg über dem oberen Kylltal. Erstmals urkundlich erwähnt 1277. Zu dieser Zeit wurde Kronenburg vom Rittergeschlecht der Edlen von Dollendorf beherrscht. Kurzzeitig entwickelte sich ab 1327 eine eigenständige Kronenburger Linie. Als schließlich Ritter Peter von Kronenburg im Jahre 1414 ohne männliche Nachkommen starb, wurde Kronenburg zu einer Nebenherrschaft der Grafschaft Blankenheim-Manderscheid.
Unter Karl V. fiel die Kronenburg mit dem Ort 1555 wegen seiner Zugehörigkeit zum Herzogtum Luxemburg bis zum Jahre 1715 sogar unter spanische Herrschaft. Aus diesem Grund wird die ehemalige spanische Insel in der Eifel noch heute als „Spanisches Ländchen“ bezeichnet. 1794 wurde Kronenburg von den Franzosen besetzt, unter deren Herrschaft der Ort als Kantonalhauptort fungierte. Im Zuge der Neuaufteilung Mitteleuropas nach der Niederlage Napoleons gelangte Kronenburg als Exklave zunächst an das Haus Mecklenburg-Strelitz und erst durch Tausch bzw. eine Abschlagszahlung 1819 an Preußen. Ein Gang durch Kronenburg - das ist wie ein Gang durch die Geschichte. Es gibt eine Vielzahl an ausgeschilderten Wanderwegen um Kronenburg.

Villa Kronenburg, ehemalige Burgmannenhäuser, die im Laufe der Geschichte zusammengefasst wurden. Schönes Atelierfenster mit Blick ins Kylltal. Heute beherbergt die Villa Kronenburg ein romantisches Hotel mit Crêperie und einem Restaurant, dass sich zum Geheimtipp entwickelt hat. Verliebte können dort im Standesamt heiraten und auch feiern.

„Kronenburger Kunst- und Kulturtage“ sowie Weihnachtsmarkt

Schon in der Vergangenheit spielten Kunst und Kultur eine große Rolle in Kronenburg. Die Kronenburger Bürger führten über Jahre die weit über die Grenzen der Eifel bekannten Tell-Spiele auf. Künstler wie Peiner, Pankok, Dettmann, Martens und Schuberth lebten und leben hier. In der Gegenwart wählten viele Künstler Kronenburg als Wohnort oder 2. Heimat, so entstanden Galerien und Ausstellungen im historischen Ortskern von Kronenburg.
Die Kronenburger Kunst- und Kulturtage jeweils am zweiten Septemberwochenende sowie der traditionelle Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende im geschmückten historischen Ortskern sind absolute Höhepunkte des Jahres im Ort.

Kunst und Kultur in Kronenburg

Kronenburg hatte schon immer eine starke Anziehungskraft für Künstler und damit auch für diejenigen, die Freude an Kunst haben. Hier einige Tipps, was Sie besonderes in Kronenburg erwartet (Detailinformationen entnehmen Sie bitte den links):
Dr. Axe Stiftung: Im sogenannten Kunstkabinett werden in wechselnden Ausstellungen bedeutende Kunstwerke ausgestellt. An jedem ersten Sonntag im Monat bietet die Dr. Axe-Stiftung eine Führung mit der Kuratorin und Kunsthistorikerin Dr. Christiane Pickartz durch die aktuelle Ausstellung an. Eintritt und Führung kostenfrei
der Kunststall: Familie Mertens hat in einem alten Bauernhaus ein Atelierhaus geschaffen, das Sie sicher sofort beim Betreten verzaubern wird. Toll sind auch die künstlerischen Wanderführer durch Kronenburg, die Sie auf den Spuren der Kunst durch Kronenburg geleiten.

Haus für Lehrerfortbildung: das Tagungshaus im Geschäftsbereich des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, präsentiert im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe Ohne Filter bzw. LandArt „Kost-Proben“ von Musikensembles, Ausstellungen uvm. 

Kronenburger See

Der 27ha große See lädt ein zum großen Freizeitspaß für Segler, Angler, Surfer und Schwimmer. Die große Freizeitanlage verfügt über ein Strandbad mit Wasserspielgeräten, eine Kletteranlage im See, Tennisplätze, Bocciabahn, Kleingolfanlage, Kinderspielplätze, Kiosk und Cafeteria. Der See ist zu Fuß in ca. 15 Min. von der Villa Kronenburg zu erreichen.

Kylltalradweg

Burgen, Talsperren und Seen stellen auf dem Kylltalradweg die Höhepunkte dar. Die kleinen Quellen, die sich bei Losheim an der deutsch-belgischen Grenze vereinen, bilden einen der größten Eifelflüsse, die Kyll. Munter strebt der Fluss der 142 Kilometer entfernten Mosel zu, um sich bei Trier mit ihr zu vereinen. Radelfans erhalten Gelegenheit, die Kyll auf ihrem Weg von der Quelle bis zur Mündung zu begleiten. Abwechslungsreich ist die Strecke allemal, denn der Kylltalradweg schlängelt sich durch die Ferienregion der Eifel bis nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Außerdem kommt dem Motto „Bahn & Bike“ eine besondere Bedeutung zu, denn zahlreiche Bahnhöfe an der Strecke ermöglichen eine individuelle Tourenplanung.
Die Route beginnt an der Quelle bei Losheimer Graben auf rund 670 m ü. NN verläuft von dort zum Kronenburger See – Stadtkyll – Jünkerath – Birgel/Lissendorf bis Gerolstein und weiter immer im Talgrund bis zur Mosel.

Motte Zehnbachhaus im Urfttal

Die einzige Niederungsmotte ("Urform" einer Burg) mit einem wasserführenden Graben in der Eifel liegt versteckt im Wald bei Schmidtheim, nicht weit von Kronenburg. Im 13. Jahrhundert wurde die Motte vermutlich aufgegeben. Vollständig erhalten ist der kreisrunde Mottenhügel sowie der Wassergraben. Die Motte lässt sich gut über den Tiergartentunnel-Wanderweg und den Eifeler Quellenpfad erreichen.

Schloss Schmidtheim

Ursprüngliche Wasserburg aus der ersten Hälfte des 17. Jh. Eines der besterhaltenen Schlösser in der Eifel. Sehenswert die Parkanlage mit deren Baumbestand. 

Moorpfad Dahlem

Das Hangmoor "In der Wasserdell" besteht aus einer wertvollen Naturlandschaft mit gut ausgebildeten Heidemoorflächen, Torfmoosbeständen, Faulbaumgebüschen und dem Moorbach mit kleinem Erlenbruchwald. Über einen barrierefreien Bohlensteg ist das Moor sehr gut zugänglich. Das gesamte Areal ist darüber hinaus mittels eines Rundwegs von 8km Länge sehr gut zu erwandern. Dabei begegnet man dem Jabobsweg genauso wie dem "Vierherrenstein" und der alten Römerstraße Köln-Trier mit Schautafeln.

Generationenpark Schmidtheim, Kart Bahn Dahlemer Binz

In der direkten Umgebung um Kronenburg gelegen sind der Generationenpark Schmidtheim (mit Kneipp-Feldern, Seilbahn, Boule, Irrgarten Eifeler Bauerngarten uvm.) sowie die Kartbahn Dahlemer Binz.

Flugsportzentrum "Dahlemer Binz"

Öffentlicher Verkehrslandeplatz und Segelfluggelände. Zugelassen für Ballonfahrten und Fallschirmsprung. Möglichkeit der Rundflüge über die Eifel und den Nationalpark Eifel.

Weitere Tipps finden Sie auf der Webseite Tourist-Information Oberes Kylltal.